Ruth Heynen: Erfahrung des Unmöglichen

09. Juli 2014 (20:00 Uhr - Horns Erben)

Die einen sind europa-müde und sehen nur die Kosten des europäischen Einigungsprozesses. Andere aber, wie z.B. Ruth Heynen, sehen eine „nicht zu bändigende Kulturenvielfalt“. Die Kulturwissenschaftlerin, Dramturgin, Schauspielerin und zugleich Journalistin beleuchtet die kulturellen Anfangsgründe eines Europas, dass mythologisch und sprachlich gleichermaßen fremderfahren ist. Anhand der Geschichte der Union des Théâtres de l’Europe und ausgewählter Analysen von mehrsprachigen Theaterinszenierungen zeigt sie, wie der Identitätskrise im europäischen Einigungsprozess begegnet werden kann.
Warum scheint es dann für manche unmöglich, diese Vielfalt auch kulturpolitisch zu integrieren? Im Gespräch mit der Autorin des Buches Erfahrung des Unmöglichen. Zur Verfassung eines Theaters für Europa, das 2012 mit dem drupa-Preis ausgezeichnet wurde, gehen wir der Rolle des Theaters für kulturpolitische Debatten auf den Grund.