Wolfgang Prinz: Der Wille als Artefakt

10. Dezember 2008 (20:00 Uhr - Horns Erben)
Wolfgang Prinz

Am 10. Dezember 2008 war der Psychologe und Kognitionswissenschaftler und Direktor am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Wolfgang Prinz im Thomasius-Club zu Gast. Prinz vertritt die in vielen Zeitschriften publizierten These: „Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun.“ In Anlehnung an den Neurophysiologen Benjamin Libet beschreibt er damit sein Forschungsergebnis, das den freien Willen des Menschen radikal zurückweist. Er bewegt sich mit seinen naturwissenschaftlichen Untersuchungen in den Bereichen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Wille, Handlung, Selbst und Bewusstsein auf einem Feld, das die Geisteswissenschaften gerne für sich in Anspruch nehmen und damit auch in einem Spannungsfeld der Positionen.