Thomasius Club reloaded – Neues Team im Gespräch mit spannenden Wissenschaftlern

Februar 19 2012 in Allgemein

Mit einer neuen Reihe von wissenschaftlichen Gesprächen präsentiert sich ab Mitte Februar der Thomasius Club erneut dem Leipziger Publikum. Einmal im Monat lädt sich der Club Gäste in die gemütliche Kneipe Horns Erben ein, um mit ihnen eine Stunde lang ein offenes ‚Gespräch über Wissenschaft‘ zu führen. Damit greift er die Idee des Philosophen und Rechtsgelehrten Thomasius’ auf, der ab 1688 in Leipzig seine Monatsgespräche veröffentlichte. Er begründete damit die erste Zeitschrift in Deutschland, die sich mit Wissenschaft auseinandersetzt. Wurden die Gespräche der letzten fünf Jahre unter dem Zeichen ‚Bücher und Wissenschaft‘ von Claudia Albert und Ulrich Johannes Schneider moderiert, so hat sich der Begründer des Thomasius Clubs und Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig nun die Philosophin Bettina Kremberg als Ko-Moderatorin ins Boot gelotst.
Auch dieses Jahr holt sich der Club eine interessante Mischung gestandener Wissenschaftler aus ihren Studierstuben ins Rampenlicht. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe gibt Steffi Richter, ihres Zeichen Professorin für Japanologie an der Leipziger Universität, am 22. Februar, 20 Uhr. Steffi Richter beschäftigt sich vor allem mit der Konsumgeschichte und der politischen Kultur in Japan, die sich seit dem Reaktorunglück in den letzten Monaten gewandelt hat. Darüber hinaus unterstützte sie den Dokumentarfilm ‚Radioaktivists‘, der von der aktuellen Anti-AKW-Bewegung in Japan handelt. Seit April letzten Jahres gestaltet sie das Projekt ‚Textinitiative-Fukushima‘ mit.

Weitere Gäste werden dieses Jahr sein: der Theologe und ehemalige Landesbischof Christoph Kähler (16. März); der über das Verhältnis von Wissenschaft und Religion redet; die renommierte Philosophin Annemarie Pieper (18. April), die sich über die Philosophie und das gute Leben eingehende Gedanken gemacht hat; Gabriele Gramelsberger (6. Juni), die den Wandel der Wissenschaften durch die Einführung des Computers als Forschungs-, Experimentier- und Prognoseinstrument erforscht; sowie der Philosoph Klaus-Dieter Eichler (4. Juli), dem an der Vermittlung einer Philosophie der Freundschaft liegt. Darüber hinaus sind eingeladen: der Philosoph, Soziologe und langjährige Präsident des Max-Weber-Kollegs in Erfurt, Hans Joas (17. Oktober), der die Sakralität der Person als Genealogie der Menschenrechte verteidigen will; der bekannte Historiker Hans Medick (14. November), der danach fragt, wie Leben im Krieg überhaupt möglich ist; und schließlich die Mainzer Philosophie- und Ästhetik-Professorin Juliane Rebentisch (4. Dezember), die im Gespräch klären wird, was eine demokratische Existenz ist. Der Philosoph Martin Seel wird am 23. Mai 111 Tugenden und 111 Laster Revue passieren lassen – dann aber ausnahmsweise nicht um 20.00 Uhr in Horns Erben, sondern um 19.30  Uhr im Haus des Buches.

Eine Antwort to "Thomasius Club reloaded – Neues Team im Gespräch mit spannenden Wissenschaftlern"

  • Reinhold sagt:

    Hallo,
    ich bin eigentlich eher durch Zufall auf Ihre Seite gekommen. Nachdem ich mich ein wenig durchgelesen habe, muss ich sagen Ihre Seite gefällt mir sehr. Ich werde in Zukunft öfters mal vorbei schauen!

    Viele Grüße aus Sinsheim