Roman Yos: Der junge Habermas

Roman Yos: Der junge Habermas

10. Juli 2019 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Jürgen Habermas ist einer der weltweit prägenden Intellektuellen seiner Zeit. Als Philosoph und Sozialwissenschaftler hat er stets für einen kommunikativen Vernunftbegriff geworben. Als öffentlich agierender Intellektueller war und ist Habermas zudem ein kritischer Kommentator deutscher sowie europäischer Politik. Wo liegen die Motive dieses Denkens? Das fragen wir den Leipziger Philosophiehistoriker Roman Yos, der zum 90. Geburtstag von Habermas im Jahr 2019 eine Studie über dessen frühen intellektuellen Werdegang vorgelegt hat.


Barbara Stollberg-Rilinger: Mythos Maria Theresia

Barbara Stollberg-Rilinger: Mythos Maria Theresia

18. April 2018 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Barbara Stollberg-Rilinger ist eine deutsche Historikerin der Frühen Neuzeit, die vielfach durch Preise ausgezeichnet wurde. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Herausgeberin wichtiger Fachzeitschriften sowie Mitglied mehrerer Akademien. In ihrem Buch über die Kaiserin Maria Theresia (Preis der Leipziger Buchmesse 2017) stellt sie mit nüchternem Blick eine Herrscherin vor, die schon zu Lebzeiten ihre eigene mythische Überhöhung förderte. Wir fragen nach den Ansprüchen einer solchen historischen Rekonstruktion.


Martin Sabrow: Honecker als junger Mann

Martin Sabrow: Honecker als junger Mann

17. Mai 2017 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Den saarländischen Jungkommunisten Erich Honecker kennen die meisten als Generalsekretär des ZK der SED und letztes Staatsoberhaupt der DDR. Aber wer kennt den jungen Honecker? Martin Sabrow wertet zahlreiche bislang unbekannte Quellen aus, um das Leben Honeckers bis 1945 nachzuzeichnen und dessen nachträgliche Erzählung einer kritischen Revision zu unterziehen: In welchem politischen Milieu wurde Honecker sozialisiert, und unter welchen Umständen kam er zum illegalen Widerstand? Was brachte ihn dort mit Herbert Wehner zusammen, und wie kam es 1935 in Berlin zu seiner Verhaftung? Jenseits aller einzelnen Fragen: Welches Interesse kann Honeckers „Leben davor“ heute noch beanspruchen, und was kann dessen Erhellung zum Verständnis der DDR beitragen?