Michel Espagne: Kulturtransfer

Michel Espagne: Kulturtransfer

22. Januar 2020 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Die Kulturtransferforschung entwickelt sich seit der Mitte der 1980er Jahre. Sie wurde von Germanisten wie Michel Espagne begründet, der in Frankreich über Deutschland forscht. Was ist das Potential einer Erweiterung der Transferforschung auf die Geschichte der Geisteswissenschaften von der Philosophie über die Kunstgeschichte bis zur Orientalistik? Wo sind die Grenzen der Horizonterweiterung? Wir fragen den derzeit als Leibniz-Professor an der Universität lehrenden Kulturwissenschaftler.

Stefan Höhne: Untergrund

Stefan Höhne: Untergrund

15. November 2017 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Moderne Großstädte erhalten um 1900 Bahnen, die sich rasant im Untergrund bewegen und den Alltag der Menschen tiefgreifend verändern. Der Berliner Kulturwissenschaftler und Urbanist Stefan Höhne hat sich mit der Geschichte der New Yorker Subway beschäftigt und protokolliert in einer großen Studie die „Erfindung des urbanen Passagiers“. Dabei interessieren ihn Techniken der Eingangskontrolle und des sozialen Umgangs ebenso wie die Ästhetik der Bahnhöfe und Wagengestaltungen. Er hat im Archiv Tausende von Beschwerdebriefen der Passagiere entdeckt und analysiert. Wir sprechen mit ihm über Wechselwirkungen zwischen Mensch und Maschine in der industriellen Massenkultur.

Bei dem Mitschnitt der Veranstaltung gab es technische Probleme – wir bitten die schlechte Audioqualität zu entschuldigen.


Ralf Konersmann: Beunruhigende Unruhe

Ralf Konersmann: Beunruhigende Unruhe

13. Juli 2016 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Nicht erst mit der Moderne ist die Unruhe in die Welt gekommen, sondern bereits mit der Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies. Aber früher wurde Unruhe eher als Verlust der Mitte, als Störfaktor und Last verstanden. Der technische Fortschritt revolutionierte die westliche Kultur und kippte die Präferenzen um. Seither erfährt die Unruhe eine Umdeutung ins Positive. In seiner ideengeschichtlichen Genealogie beschreibt Ralf Konersmann, wie und wodurch Unruhe in die Welt kam und wie sich die Haltung zu ihr verschob. Die Unruhe wird zur Grundlage einer Kulturtheorie erhoben. Fragt sich, ob das Immer-Unterwegs-Sein, die permanente Veränderung und Erreichbarkeit, das dauerhafte Beschäftigttun und Getriebensein das spätmoderne Leben bereichert, oder eher zum Kollaps führt. Auf welche Kultur steuern wir zu? Wir fragen nach. Die Moderation unterstütze Alexander Hollstein.