Andreas Beyer: Künstlerleben, Künstlerkörper

21. Juni 2023 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Kunstschaffende und ihre Werke stehen seit jeher im Fokus der Öffentlichkeit. Ihre spezifische Leiblichkeit, in der sich ihr Leben eingeschrieben hat, eher nicht. Dabei scheinen die vergänglichen Körper in einem eigenen Bezug zu ihrem unvergänglichen Werk zu stehen. Andreas Beyer rückt in seinem neuen Buch „Künstler, Leib und Eigensinn“ die Körper und den Lebensvollzug der Kunstschaffenden ins Zentrum und entwirft von dort aus einen neuen Blick auf die Kunstgeschichte. Wir diskutieren mit dem Kunsthistoriker die faszinierenden körperlichen Abgründe der Kunst – von der „Melancholie“ bis zur „Selbstentleibung“.

Moderation: Marit Heuß und Ringo Rösener

Hannah Peaceman: Emanzipation und Kritik

17. Mai 2023 (20:00 Uhr – Café Alibi)

In ihrem Buch „Die Dialektik der Emanzipation“ rekonstruiert Hannah Peaceman die Erkenntnis- und Gesellschaftskritik des Vereins für Cultur und Wissenschaft der Juden (1819–1824). Damit begibt sie sich auf die Spur nach jüdischen Perspektiven in der politischen Philosophie. Wir fragen nach, welche Anregungen für politisch-philosophische Debatten der Gegenwart Hannah Peaceman entdeckt hat.

Moderation: Marit Heuß und Ringo Rösener

Gerhard Poppenberg: Philologie als Methode?

26. April 2023 (20:00 Uhr – Café Alibi)

Unser Gast Gerhard Poppenberg widmet sich in seinem neuen Buch „Geist, Geschichte, Wirklichkeit“ dem Verhältnis von Philologie und Geisteswissenschaft einerseits, Philologie und Geschichtlichkeit andererseits. Dem geht er anhand von Einzelstudien zum Schreiben und Denken vier großer Romanisten des frühen 20. Jahrhunderts – Vossler, Auerbach, Curtius, Spitzer – nach. So geht es anhand der Romanistik um Sprach- und Literaturwissenschaft im Kontext des Historismus. Wir fragen nach, was Philologie als Methode für die Geistes- und Kulturwissenschaften heute bedeuten kann und in welcher Beziehung sie zur historischen Erkenntnis steht.

Moderation: Annika Schadewaldt und Christian Lamp