Michael Frey: Liberalismus und Gemeinsinn in der arabischen Welt

Michael Frey: Liberalismus und Gemeinsinn in der arabischen Welt

24. März 2021 (20:00 Uhr – Zoom/Publikum via Livestream)

In seinem preisgekrönten Buch „Liberalismus und Gemeinsinn“ widmet sich der Islamwissenschaftler Michael Frey der politischen Philosophie Nassif Nassars. Diese wird in einen libanesischen Kontext eingebettet, steht jedoch für einen selbstkritischen Diskurs in der arabischen Welt allgemein und hat auch dem Westen etwas zu sagen. Für Nassar wie für Frey können die bevorstehenden globalen Aufgaben nur bewältigt werden, wenn ein Blick über den eurozentristischen Tellerrand hinaus gewagt wird und man sich über Begriffe der politischen Philosophie wie Gerechtigkeit, Freiheit, Recht und Toleranz transkulturell verbindlich verständigt. Der Thomasius-Club wird im Gespräch mit Frey unseren Blick erweitern und nach den Bedingungen und Angeboten kritischen Denkens in den gegenwärtigen arabischen Diskursen fragen.

Kathrin Wittler: Morgenländischer Glanz

Kathrin Wittler: Morgenländischer Glanz

10. Februar 2021 (20:00 Uhr – Zoom/Publikum via Livestream

Um 1800 wollten jüdische Autor*innen ihrer europäischen Gegenwart mit literarischen Mitteln einen morgenländischen Glanz verleihen. Die Berliner Literaturwissenschaftlerin Kathrin Wittler macht in ihrem preisgekrönten Buch den Zusammenhang von jüdischer Literatur und Orientalismus in dieser Epoche anschaulich und so nachvollziehbar. Wir fragen unter anderem, welche geistesgeschichtliche Bedeutung das „Morgenland“ für das „Abendland“ hatte und hat.

Steffen Mau: Wandel im Osten

Steffen Mau: Wandel im Osten

11. November 2020 (20:00 Uhr – Zoom/Publikum via Livestream)

Mit seinem jüngsten Buch »Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft« kehrt der Berliner Soziologe Steffen Mau in das gleichnamige Rostocker Neubauviertel zurück, in dem er in den 1970er Jahren aufgewachsen ist. Für seine Untersuchung sprach er mit Dagebliebenen und Weggezogenen. Entstanden ist eine viel besprochene Studie, die erhellende Einblicke in Strukturen und Mentalitäten Ostdeutschlands bietet.
Wir fragen nach, was die DDR mit dem Heute zu tun hat und warum es auch für Soziolog*innen sinnvoll ist, in die Vergangenheit zurückzublicken, um gegenwärtige Fragen zu beantworten.